Energieherausforderung

Der Kampf gegen Verschwendung: eine große Herausforderung!

Eine der ersten Initiativen der Partner war die Einladung an die Bewohner bei „Energiesparaktionen“ mitzumachen, wie sie bereits seit längerer Zeit in Flandern durchgeführt werden.

Zuerst wird eine Teilnehmergruppe gebildet, dann werden Energieberater ausgebildet. Sie sollen den Teilnehmern Kniffe und Tricks zur Senkung des Energieverbrauchs beibringen. Die Teilnehmer lesen jede Woche (oder jeden Monat, je nach Vereinbarung) ihre Zähler selbst ab. Die Ergebnisse werden im Internet in ein von DuboLimburg ausgearbeitetes Raster eingegeben. Die Verbrauchswerte werden mit den Werten des vorangegangenen Jahres oder mit einem Referenzverbrauch verglichen, wobei die Tageswerte berücksichtigt werden, sodass der Klimafaktor ausgeschaltet werden kann. Das Programm zeigt dann sofort an, ob der Verbrauch höher oder niedriger als der Vorjahresverbrauch oder der Normverbrauch ist. Durch dieses sehr schnelle Feedback in Echtzeit ist einfacher zu verstehen, was den Energieverbrauch erhöht oder senkt.

Der Austausch von Informationen ist ein weiterer Aspekt dieser Betreuung. Die Teilnehmer treffen sich und tauschen ihre Erfahrungen im Kampf gegen Energieverschwendung aus. Die Gruppen werden von Energieberatern betreut. Wenn viele Bewohner an dem Experiment teilnehmen, zum Beispiel eine ganze Stadt, werden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt, die miteinander wetteifern, was sie noch mehr motiviert, die Herausforderung anzunehmen!

Das Experiment läuft in Lüttich im Winter 2011-2012 von Anfang Dezember bis Ende März. Ziel ist es, den Verbrauch durch 10 kleine Maßnahmen um 10 Prozent zu senken. Jeder Teilnehmer erhält eine DVD, die wir im Rahmen des Projekts erstellt haben; die DVD enthält kleine Stummfilme, die 10 Kniffe und Tricks zum Energiesparen zuhause zeigen. In der DVD-Hülle liegt auch ein Poster, das sie zuhause aufhängen können. Darin können sie ihre Verbrauchswerte eintragen“. Die Information der Anwohner von St.-Léonard läuft über lustige Postkarten und über das Viertelhaus, im Rahmen der Sprechstunde für Wohnungsprobleme. Für diesen Winter sind wir also alle gut gerüstet: Alle Lütticher und insbesondere die Anwohner von St.-Léonard nehmen die Herausforderung an!

In Genk ist das Experiment bereits bestens bekannt und erprobt. In den anderen Stadtvierteln hat die Initiative jedoch nicht so gut eingeschlagen. Unter anderem deswegen, weil ein gut ausgebautes Sozialnetzwerk erforderlich ist, um die Bevölkerung zu erreichen und sie zum Mitmachen zu überzeugen. In Lüttich und Genk konnten die Anwohner dank der langjährigen Kontakte der Stadtviertelverantwortlichen und –betreuer zu diesem Schritt bewegt werden. In anderen Stadtvierteln gab es vor dem SUN-Projekt keine Ansprechpartner, was das Unterfangen erheblich erschwert hat.