Sozialer Zusammenhalt

Heute, wo die Sozialnetzwerke internationaler werden, wo der Kontakt zu geographisch weit entfernten Personen immer einfacher wird, scheint der Kontakt zum Nachbarn, zu den Mitbewohnern seines Stadtviertels nicht mehr selbstverständlich zu sein. Die für die SUN-Viertel typische kulturelle Vielfalt bedeutet nicht, dass es wirklich zu Wechselwirkungen kommt. Im Gegenteil, das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Lebensweisen innerhalb ein und desselben Lebensraums kann zu Unzufriedenheit, Spannungen oder Ängsten führen. Noch nie war das Problem des sozialen Zusammenhalts, des Lebens in der Gemeinschaft zwischen Nachbarn oder innerhalb eines Stadtviertels deshalb so akut wie heute.

In der Nachbarschaft, auf der Straße oder im Stadtviertel kommt es oft zu Konflikten zwischen den Anwohnern (oder zu Strategien, wie man sich aus dem Weg gehen kann). Dabei könnte das Stadtviertel eine Brücke, ein gemeinsames Gut sein: Die Anwohner könnten sich dort treffen, sich austauschen, zusammenarbeiten und so soziale Bindungen zwischen Nachbarn aufbauen. Dies war übrigens eines der Ziele der Aktionen „Begrünungen, Energie und Wirtschaft“ des SUN-Projektes. Diese Aktionen dienten unter anderem als „Vorwand“ für Begegnungen und neuartige Kontakte zwischen Anwohnern, Vereinigungen, Wirtschaftsakteuren und politischen Entscheidungsträgern.

Ferner wurden je nach Sonderbedarf der einzelnen Stadtviertel andere, gezieltere Pilotaktionen mit dem Ziel, besonders isolierte und anfällige Zielgruppen sozial zu integrieren, durchgeführt.

Wenngleich die soziale Bindung an das Stadtviertel für viele Leute wichtig ist und sie zufrieden stellt, geht es nicht darum, die Einigelung in das Stadtviertel zu fördern. Die Öffnung zur Außenwelt bleibt eine potentielle Quelle der Selbstentfaltung. Das erfordert allerdings eine gute Organisation, unter anderem eine gewisse Mobilität, die nicht für jedermann selbstverständlich nicht. Daher wurden während des gesamten SUN-Projektes internationale Austausche organisiert, damit die Anwohner und Akteure vor Ort andere Stadtviertel in der Euregio besuchen und andere Leute treffen konnten.

Leader dieser Aktion

COS-Limburg (Niederlande)

Operationnelles Team

2011-10-13 | Rückblick

Rückblick auf 2 Ausstellungen und eine Veranstaltungsreihe im März/April 2011

2011-09-25 | Fest in Hodimont

An diesem 24. September hat die allererste, im Rahmen des SUN-Projektes veranstaltete “Fête à Hodimont“ stattgefunden. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich zahlreiche Anwohner in der rue du Moulin zu einem riesigen Barbecue ein. Bei dieser ersten Ausgabe ging es vor allem um Gemütlichkeit und Spaß: Zirkuseinlagen, Jongleure, Tanz, Musik, Geschicklichkeitsprüfungen für Hunde, …; verschiedene Stände mit zahlreichen Animationen für Kinder und Erwachsene wurden ebenfalls angeboten.

 

2011-07-01 | Frühschoppen der Geschäftsleute

Die seit einem Jahr zu einer Vereinigung zusammengeschlossenen Geschäftsleute und Unternehmer des St. Léonard-Viertels haben am 20. Mai 2011 die zweite Auflage ihres jährlichen Frühschoppens organisiert. Dieser Frühschoppen hat zwei Ziele: Die Geschäftsleute haben Gelegenheit, sich zu treffen, und die Anwohner können die Unternehmer aus ihrem Viertel kennen lernen.

 

2011-06-01 | Nachbarfest in Hodimont

Zwischen dem 25. und dem 31. Mai haben die Anwohner und Vereinigungen aus dem Stadtviertel zu mehreren Veranstaltungen eingeladen. Während dieser Woche haben zum Beispiel die Vereinigungen La Belle Diversité, l’AMO Le Cap, le Terrain d’aventure, le Service de Prévention und das Comité de quartier nord mit Hilfe des SUN-Projektes verschiedene Begegnungen für die Einwohner von Hodimont organisiert. Damit sollten die Nachbarn aus den einzelnen Teilen des Stadtviertels Gelegenheit erhalten, sich bei Kuchen und Wein kennen zu lernen.

2011-03-18 | Projektaufruf zur Begrünung der Unterstadt

Die Stadt Eupen fördert die Begrünung der Unterstadt. Mehr Natur in der Stadt bedeutet auch mehr Lebensqualität für die Bewohner. Begrünung bringt Leben ins Viertel und macht auch das Wohnen attraktiver.

Gemeinsam – mit Nachbarn, Schulen, Vereinigungen oder anderen Gruppen können Sie daran teilnehmen und ein konkretes Projekt einreichen: die Begrünung eines kleinen Platzes, einer Straßenecke, die Bepflanzung von Straßen, Balkonen, Hausfassaden ….