Sozialer Zusammenhalt

Heute, wo die Sozialnetzwerke internationaler werden, wo der Kontakt zu geographisch weit entfernten Personen immer einfacher wird, scheint der Kontakt zum Nachbarn, zu den Mitbewohnern seines Stadtviertels nicht mehr selbstverständlich zu sein. Die für die SUN-Viertel typische kulturelle Vielfalt bedeutet nicht, dass es wirklich zu Wechselwirkungen kommt. Im Gegenteil, das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Lebensweisen innerhalb ein und desselben Lebensraums kann zu Unzufriedenheit, Spannungen oder Ängsten führen. Noch nie war das Problem des sozialen Zusammenhalts, des Lebens in der Gemeinschaft zwischen Nachbarn oder innerhalb eines Stadtviertels deshalb so akut wie heute.

In der Nachbarschaft, auf der Straße oder im Stadtviertel kommt es oft zu Konflikten zwischen den Anwohnern (oder zu Strategien, wie man sich aus dem Weg gehen kann). Dabei könnte das Stadtviertel eine Brücke, ein gemeinsames Gut sein: Die Anwohner könnten sich dort treffen, sich austauschen, zusammenarbeiten und so soziale Bindungen zwischen Nachbarn aufbauen. Dies war übrigens eines der Ziele der Aktionen „Begrünungen, Energie und Wirtschaft“ des SUN-Projektes. Diese Aktionen dienten unter anderem als „Vorwand“ für Begegnungen und neuartige Kontakte zwischen Anwohnern, Vereinigungen, Wirtschaftsakteuren und politischen Entscheidungsträgern.

Ferner wurden je nach Sonderbedarf der einzelnen Stadtviertel andere, gezieltere Pilotaktionen mit dem Ziel, besonders isolierte und anfällige Zielgruppen sozial zu integrieren, durchgeführt.

Wenngleich die soziale Bindung an das Stadtviertel für viele Leute wichtig ist und sie zufrieden stellt, geht es nicht darum, die Einigelung in das Stadtviertel zu fördern. Die Öffnung zur Außenwelt bleibt eine potentielle Quelle der Selbstentfaltung. Das erfordert allerdings eine gute Organisation, unter anderem eine gewisse Mobilität, die nicht für jedermann selbstverständlich nicht. Daher wurden während des gesamten SUN-Projektes internationale Austausche organisiert, damit die Anwohner und Akteure vor Ort andere Stadtviertel in der Euregio besuchen und andere Leute treffen konnten.

Leader dieser Aktion

COS-Limburg (Niederlande)

Operationnelles Team

2010-12-09 | Einrichtung eines Kiosk im Temserpark

Auf Wunsch der Bevölkerung soll das Holzchalet im Temsepark als Kiosk ausgebaut werden und so als gesellschaftlicher Treffpunkt und touristischer Infopunkt dienen. Erste Besprechungen haben bereits stattgefunden und der Ausbau ist für Sommer 2011 geplant.

2010-11-06 | Ein weiteres Wiederbegrünungsprojekt für St.-Léonard.

Diesen Samstag haben die Einwohner der „Rue des Petites Vignes“ zwei riesige Blumenkästen aus „big bags“ angelegt und darum herum Kastanienbäumchen aufgestellt. Dieses Projekt ergänzt die Bemühungen einiger Straßenanwohner, die ihre Fassaden schon vorher begrünten, aber jetzt ihre Straße wohnlicher gestalten wollten. Nach getaner Arbeit wurde natürlich gefeiert!

2009-06-27 | Anwesenheit des SUN-Projekts auf 'Verviers en couleurs'

Das SUN-Projekt-Team nahm mit einem Informationsstand an dem jährlich stattfindenden, farbenfrohen Viertelfest 'Verviers en couleurs' in Hodimont teil. Dieser Stand diente der ersten Kontaktaufnahme mit den Bewohnern und Vereinigungen des Viertels und unterstützte bei der Sensibilisierung von Jung und Alt für die Aspekte der nachhaltigen Entwicklung.

2009-05-09 | SUN auf dem 'Kleinen grünen Markt' in der Nachbarschaft Saint Léonard

Das SUN-Projekt-Team nahm mit einem Informationsstand an dem 'Kleinen grünen Markt' in der Nachbarschaft Saint Léonhard teil und informierte über die verschiedenen Aktionen des Projekt. Bei dieser Gelegenheit wurden erste Kontakte mit den Einwohnern des Viertels geknüpft und Personen identifiziert, die an einer aktiven Mitarbeit an dem Projekt interessiert sind.