Sozialer Zusammenhalt

Heute, wo die Sozialnetzwerke internationaler werden, wo der Kontakt zu geographisch weit entfernten Personen immer einfacher wird, scheint der Kontakt zum Nachbarn, zu den Mitbewohnern seines Stadtviertels nicht mehr selbstverständlich zu sein. Die für die SUN-Viertel typische kulturelle Vielfalt bedeutet nicht, dass es wirklich zu Wechselwirkungen kommt. Im Gegenteil, das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Lebensweisen innerhalb ein und desselben Lebensraums kann zu Unzufriedenheit, Spannungen oder Ängsten führen. Noch nie war das Problem des sozialen Zusammenhalts, des Lebens in der Gemeinschaft zwischen Nachbarn oder innerhalb eines Stadtviertels deshalb so akut wie heute.

In der Nachbarschaft, auf der Straße oder im Stadtviertel kommt es oft zu Konflikten zwischen den Anwohnern (oder zu Strategien, wie man sich aus dem Weg gehen kann). Dabei könnte das Stadtviertel eine Brücke, ein gemeinsames Gut sein: Die Anwohner könnten sich dort treffen, sich austauschen, zusammenarbeiten und so soziale Bindungen zwischen Nachbarn aufbauen. Dies war übrigens eines der Ziele der Aktionen „Begrünungen, Energie und Wirtschaft“ des SUN-Projektes. Diese Aktionen dienten unter anderem als „Vorwand“ für Begegnungen und neuartige Kontakte zwischen Anwohnern, Vereinigungen, Wirtschaftsakteuren und politischen Entscheidungsträgern.

Ferner wurden je nach Sonderbedarf der einzelnen Stadtviertel andere, gezieltere Pilotaktionen mit dem Ziel, besonders isolierte und anfällige Zielgruppen sozial zu integrieren, durchgeführt.

Wenngleich die soziale Bindung an das Stadtviertel für viele Leute wichtig ist und sie zufrieden stellt, geht es nicht darum, die Einigelung in das Stadtviertel zu fördern. Die Öffnung zur Außenwelt bleibt eine potentielle Quelle der Selbstentfaltung. Das erfordert allerdings eine gute Organisation, unter anderem eine gewisse Mobilität, die nicht für jedermann selbstverständlich nicht. Daher wurden während des gesamten SUN-Projektes internationale Austausche organisiert, damit die Anwohner und Akteure vor Ort andere Stadtviertel in der Euregio besuchen und andere Leute treffen konnten.

Leader dieser Aktion

COS-Limburg (Niederlande)

Operationnelles Team

2012-05-29 | SUN Bewertungsworkshop

L'atelier d'évaluation à Heerlen analysera les données récoltées à la faveur des questionnaires en ligne remplis par les partenaires SUN de la commune de Heerlen, les habitants du quartier MSP et les partenaires de l'action SUN dans le quartier MSP.

2011-10-12 | Studienreise nach Montreal

Vom 5. bis 11. Oktober 2011 besuchte eine französischsprachige SUN-Delegation Montréal . Sie wollte dort Akteure vor Ort treffen und verstehen, wie die Praktiken zur nachhaltigen Entwicklung der Stadtviertel in Montréal institutionalisiert wurden.

2011-07-06 | Studienreise nach Paris

Am 5. und 6. Juli d.J. besuchten die Partner der SUN-Begrünungsaktion Paris; sie besichtigten dort die Ausstellung „Ville Fertile“, trafen sich aber auch mit Vertretern der DEVE, die sich um die Umsetzung der Stadtbegrünungspolitik des Pariser Bürgermeisters kümmert.

2010-01-07 | SUN geht Online

Das gesamte SUN Projektteam ist stolz Ihnen eine moderne und dynamische Präsentation des Projetes im Netz anzubieten. Viel Spaß bei der Endeckungsreise.

2009-09-29 | Klima-Modul DPL

Beitrag von Pieter Valkering (Universität Maastricht) als Berater im Workshop "Klima Modul DPL" bei der niederländischen Provinz Limburg . Der Workshop widmete sich der zukünftigen Entwicklung des Monitoring-Werkzeugs für Nachhaltigkeit DPL (IVAM UvA BV) und fand auf Anfrage der Provinz Limburg statt. Bei dieser Gelegenheit wurde das SUN-Projekt den Teilnehmern vorgestellt.