Auswertung der SUN-Projekte

Eines der Hauptziele der SUN-Plattform ist, die im Rahmen des Projekts durchgeführten Aktionen zu beobachten, zu begleiten und auszuwerten.

Die SUN-Plattform bemüht sich, die Umsetzung, Handhabung und Auswirkung eines Projekts auf die nachhaltige Entwicklung eines Wohnviertels „aufzuzeichnen“. Dadurch entstehen tiefere Einblicke als durch herkömmliche Evaluationen, bei denen ein außenstehender Experte aufgefordert wird zu bewerten, ob die ursprünglichen Ziele erreicht wurden. Die akademischen Partner möchten, dass die Nutznießer über die durchgeführten Aktionen nachdenken und sich an der Auswertung beteiligen. Sie will zusammen mit den Akteuren überlegen, wie die aus dem SUN-Projekt entstandene Kooperationsdynamik erhalten werden kann. Die Plattform setzt also auf die Beteiligung der Akteure und der Bevölkerung. Es geht dabei um mehr als Sammeln von Informationen und Bewerten der Erkenntnissen. Vorgesehen sind Umfragen bei den Bewohnern der einzelnen Viertel, ausführliche Gespräche mit ausgewählten Experten, Runde Tische und Workshops mit den Akteuren, die an den Aktionen des SUN-Projekts beteiligt waren.

Außerdem hat die Plattform eine Initiative gestartet, mit Hilfe von Anwohnern und Akteuren eine Art Frühwarnsystem zur Beobachtung der Wohnviertel einzurichten. Es sollen Arbeitsgruppen zu Themen eingesetzt werden, die den Akteuren der Wohnviertel wichtig erscheinen. Einerseits können die Probleme und Bedürfnisse der Wohnviertel mit diesen Werkzeugen besser verstanden werden und andererseits können die Maßnahmen der öffentlichen und privaten Akteure und Vereinigungen langfristig ausgerichtet werden. Die Plattform setzt darauf, in jedem Wohnviertel „maßgeschneiderte“ Werkzeuge anzubieten, die die Akteure vor Ort übernehmen können und die vor allem ihren Prioritäten entsprechen.

Wenngleich die Eigenartigkeit der Wohnviertel betont wird, ist ein allgemeiner Arbeitsansatz nicht unmöglich. Im Gegenteil, der Austausch der gesammelten Erkenntnisse und Vorgehensweisen zwischen den einzelnen Wohnvierteln ist von wesentlicher Bedeutung für das SUN-Projekt. Dieses euregionale Lernen wird auf zweierlei Weise gefördert. Erstens werden regelmäßig direkte Kontakte zwischen den Partnern organisiert – in Form von Tagungen, Besichtigungen oder Austausch zwischen Wohnvierteln organisiert. Das fördert das gegenseitige Verständnis, vor welchen Herausforderungen andere Wohnviertel stehen und welche Aktionen sie gestartet haben. Zweitens wird die euregionale Zusammenarbeit durch ein experimentelles Angebot unterstützt, eine Art Sozialnetzwerk zum Thema nachhaltige Wohnviertel. Diese Internetseite, die derzeit von den Universitätspartnern des Projekts getestet wird, soll den übrigen Akteuren des SUN-Projekts schrittweise zugänglich gemacht werden.

Schlussfolgerung: Für das SUN-Projekt ist nachhaltige Entwicklung ein Prozess, der zu gemeinsamen Lernergebnissen führt. Jedes Teilgebiet muss seinen eigenen Weg zur nachhaltigen Entwicklung finden. In diesem Sinne beteiligen sich die akademischen Projektpartner an der Diskussion über das Thema nachhaltige Entwicklung vor Ort – in den Wohnvierteln –und unterstützen anschließend die lokalen Akteure bei ihren Aktionen. Gelernt wird nachhaltige Entwicklung aber auch und vor allem durch Austausch und Diskussion mit den Partnern in den anderen Stadtvierteln.

Die Auswertungsberichte für die einzelnen SUN-Viertel:

  • SUN-Auswertung für St-Léonard (Lüttich)
  • SUN-Auswertung für Hodimont (Verviers)
  • SUN-Auswertung für die Unterstadt (Eupen
  • SUN-Auswertung für MSP (Heerlen)
  • SUN-Auswertung für den Nordwesten (Genk)