Begrünung

Einleitung

Die Vorzüge der Natur in der Stadt liegen auf der Hand. Sie sind natürlich ökologischer Art, erfüllen aber auch soziale Bedürfnisse und haben wirtschaftliche Auswirkungen. Überall auf der Welt kommt eine Bewegung auf, die die Natur und die biologische Vielfalt im Stadtbild vorantreiben will. Diese Bewegung geht nicht nur von den Städten, sondern ebenfalls von den Einwohnern und den Vereinigungen und Vereinen aus.

Die öffentliche Hand hat selbstverständlich eine bedeutende Rolle bei der stadtweiten Planung der Grünanlagen zu spielen: Sie muss für umweltfreundliche Mobilitätslösungen, für die Park- und Garteninfrastruktur usw. sorgen.

Auf die öffentliche Hand wartet aber auch eine subtilere Aufgabe: Sie soll erstens der Bevölkerung die Vorteile der Begrünung des Stadtbildes erklären und zweitens die Bewohner und Akteure in den Vierteln dazu ermuntern, an den Begrünungsinitiativen teilzunehmen, und ihnen dabei helfen, besonders in den dichtbewohnten Vierteln mit vergleichsweise geringerer Umweltqualität. Denn es geht auch um Umweltgerechtigkeit: In bestimmten Stadtvierteln kommt die Begrünung spontaner zustande als in andern.

Zur Ausbreitung von Naturflächen auf mikrolokaler Ebene ist es auschlaggebend, dass die öffentliche Hand mit den Bewohnern und Akteuren im Viertel zusammenarbeitet, denn besagte Kleinflächen und Trennwände sind oft in Privatbesitz. Dabei würde ihre Begrünung der ganzen Gemeinschaft zugutekommen. Daher muss nicht nur an den guten Willen aller Beteiligten, sondern auch an ihre Kreativität appelliert werden, um neue Begrünungsverfahren zu erfinden.

Konkrete Arbeitsfelder

Verschiedene praktische Mittel können dafür eingesetzt werden: Vorschriften und Anreize in puncto Durchlässigkeit der Böden und Dachbegrünungen, Anlegen von Gemeinschaftsgemüsegärten mit didaktischer Ausrichtung, Projektaufrufe zur Begrünung an die Bürger usw. Neue Vorgehensweise entstehen, andere aber müssen erst noch erfunden werden, um gewisse Probleme zu beheben.

Die SUN-Partner haben verschiedene Begrünungsansätze getestet, dabei aber immer Wert auf die Beteiligung der Anwohner und Akteure aus dem Viertel gelegt:

  1. Aufrufe zu Begrünungsprojekten,
  2. Gemeinschaftsgemüsegärten,
  3. die Einrichtung kleiner Grünflächen in den Stadtvierteln durch die öffentliche Hand, in Absprache mit den Anwohnern und den Akteuren im Viertel.

Leader dieser Aktion

LEMA-ULg (Belgien)

Operationnelles Team

2011-04-29 | Big Bags für Bepflanzungen

Nach langem Überlegen und zahlreichen Kontakten mit dem Städtischen Begrünungsdienst und der Universität Lüttich haben fünf Bürgergruppen aus dem St.-Léonard-Viertel beschlossen, Pflanzenbehältnisse aus „Big Bags“ und darum herum Kastanienbäumchen aufzustellen. Diese Pflanzenbehältnisse zieren jetzt vier kleine Plätze im Stadtviertel.

2011-04-29 | Vidéo Végétaliz'action 2010

Am 20. September 2011 wurde den Projektträgern der Ausgabe 2011 der Végétaliz’action ein Videofilm mit den Begrünungsprojekten vorgestellt, die die Bürger im Rahmen des Projektaufrufes Végétaliz’action 2010 verwirklicht haben. Dieser Film ist auf der Internetseite des SAC Saint-Léonard: http://sac-saintleonard.be/ zu sehen.

2011-03-18 | Projektaufruf zur Begrünung der Unterstadt

Die Stadt Eupen fördert die Begrünung der Unterstadt. Mehr Natur in der Stadt bedeutet auch mehr Lebensqualität für die Bewohner. Begrünung bringt Leben ins Viertel und macht auch das Wohnen attraktiver.

Gemeinsam – mit Nachbarn, Schulen, Vereinigungen oder anderen Gruppen können Sie daran teilnehmen und ein konkretes Projekt einreichen: die Begrünung eines kleinen Platzes, einer Straßenecke, die Bepflanzung von Straßen, Balkonen, Hausfassaden ….

2010-11-26 | Neugestaltung des Temseparkes

Gemeinsam mit einem Landschaftsarchitekten und dem SUN-Projektteam haben Unterstädter Bürger die Umgestaltung des Temserparkes geplant. Die ersten Arbeiten sind für Frühjahr 2011 vorgesehen. Für eine Einsicht in den Plan klicken Sie HIER.

2010-11-18 | Die Einwohner von Hodimont begrünen ihr Viertel

Die Bewohner eines Sozialwohnungsgebäudes haben jetzt die Außenanlagen ihres Gebäudes begrünt, um so das Aussehen ihres Viertels zu verschönern. Das Projekt wurde im Rahmen des Aufrufs der Stadt Verviers beim Start des SUN-Projekts von Sozialarbeitern aus dem Viertel vorgeschlagen. Auch hatten die Anwohner und die Verantwortlichen der Stadt Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen zu diskutieren.