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ANLEGEN VON GRÜNFLÄCHEN

In mehreren SUN-Stadtvierteln klagten die Anwohner, es gebe zu wenig schöne Grünflächen: Entweder sie fehlten ganz, oder sie entsprachen nicht mehr ihrem Bedarf. Diesbezüglich ist es wichtig festzuhalten, dass sich der Bedarf an Grünflächen und deren Nutzung erheblich geändert hat. Eine Grünfläche muss heutzutage nicht mehr denselben Zweck erfüllen wie vor zwanzig Jahren. Zahlreiche berühmte Projekte wie der Bryant Park in New York oder die „lebenden Parks“ in Montréal verdeutlichen diese Entwicklung. Im Rahmen des SUN-Projektes wurden mehrere Grünflächen angelegt; auch sie sollen - wenngleich mit bescheideneren Mitteln – den Bedarf der Anwohner vor Ort besser berücksichtigen. Diese Projekte sind vom Personal der Partnerstädte mit Hilfe eines Landschaftsarchitekten verwirklicht worden: Auf diese Weise konnte kreativer auf die Wünsche der Anwohner eingegangen werden.

In Eupen haben sich die Einwohner und die Stadt auch mit dem Temsepark beschäftigt, einem Park in der Unterstadt, der eine kleine Auffrischung brauchte. Nach langwierigen Diskussionen mit den Einwohnern und sachkundiger Beratung durch einen Landschaftsarchitekten sollten die Revitalisierungsarbeiten nun im Frühjahr 2011 beginnen. Auf Wunsch der Einwohner soll dort ein Kiosk gebaut werden, der in den Sommermonaten Mittelpunkt verschiedener gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veranstaltungen zur Belebung dieses Stadtviertels werden soll.

In Lüttich wurde die Umgebung der ehemaligen Haecht-Brauerei neu gestaltet. In diesem Gebäude werden den Anwohnern heute zahleiche Aktivitäten und Dienstleistungen geboten. Es beherbergt die örtlichen Vereinigungen, eine Kleinkindbetreuung (Dienst für Kind und Familie) und kulturelle Aktivitäten; gleichzeitig ist es eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Seit langem forderten die Anwohner die Neugestaltung der Umgebung dieses Zentrums. Das haben sie jetzt geschafft!

In Verviers wurde eine Grünfläche am Weserufer neu gestaltet. Es ist eine der wenigen Grünflächen in diesem Viertel: Sie wurde bis dahin zu wenig genutzt, weil sie spärlich ausgestattet war. Diese Grünfläche bildet auch den Haupteingang zum Stadtviertel, wenn man vom Stadtzentrum kommt. Es galt somit, drei Ziele zu erreichen: den Anwohnern eine Freizeitfläche anzubieten, das Image dieses Eingangs zum Viertel aufzupolieren und die Anbindung des Viertels an das Stadtzentrum zu verbessern.